Die (Knack-)Nüsse! … und Mandeln

Vorinfos zu Beginn:

Jede Nuss enthält unterschiedliche Mengen an Vitaminen und Mineralstoffe, so dass es sich lohnt die Nüsse abzuwechseln. So enthalten die Erd- und Baumnuss beispielsweise viel Folsäure, Mandeln, Haselnüsse und Erdnüsse versorgen den Körper mit Kalzium, Pistazien sind Eisen- und Kaliumreich und eine Paranuss am Tag deckt den Tagesbedarf von Selen zu 160%. Variiere deshalb deine Nusskombination und dein Nusskonsum, das bringt dir eine noch bessere Abdeckung wichtiger Nährstoffe. Täglich eine Handvoll Nüsse sollten vor allem Vegetarier zu sich nehmen. Mach doch am besten deine eigene Nussmischung und knabbere diese zwischendurch. Eine gute Ergänzung zu den Nüssen sind verschiedene Trockenfrüchte. Iss aber nicht zu viel davon, denn bereits eine Handvoll Nüsse deckt einen grossen Teil des Tagesbedarfs an Vitaminen und Spurenelementen. Nüsse bestehen zudem zur Hälfte aus Fett, welches jedoch im Masse sehr gesund ist, da es viele gesunde Fettsäuren enthält. Der menschliche Körper benötigt sowohl Omega-3- wie auch Omega-6-Fettsäuren, welche in den Nüssen enthalten sind. Studien zeigen, dass, wer regelmässig Nüsse isst, weniger an Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes Typ 2 erkranke. Sie würden zudem positiv auf den Cholesterinspiegel wirken und entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen. Auch lassen Nüsse den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen, was Heisshungerattacken auf Süssigkeiten verhindern kann. Die beste Eiweissversorgung erreicht man durch die Kombination von Nüssen und Getreide weedinfocus testtest.

Iss am besten ungeschälte Nüsse, denn in der Nusshaut stecken noch mehr wichtige Inhaltsstoffe. Falls gemahlene Nüsse verwendet werden, am besten ganze Nüsse kaufen und diese selbst mahlen, da dadurch weniger wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Gemahlene Nüsse am besten im Gefrierfach oder Kühlschrank aufbewahren, da sie sonst sehr schnell ranzig werden. Es lohnt sich allgemein nicht, sich einen grossen Vorrat an Nüssen anzuhäufen, da diese schnell ranzig werden und man viele wegwerfen muss oder die Nüsse den Motten zum Opfer fallen.

Baumnüsse

Die Baumnuss hat mit 73g Fett pro 100g den höchsten Fettgehalt aller Nussarten. Sie liefert alle lebenswichtigen Aminosäuren und hat ein ideales Verhältnis der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Es reicht aus, täglich 50g Baumnüsse zu verzehren, um den Bedarf zu decken. Sie besteht aus 49.4g mehrfach gesättigte, 11.9g einfach ungesättigte und 6.3g gesättigte Fettsäuren pro 100g. Die Baumnuss enthält zudem Zink, welches das Immunsystem unterstützt. Das enthaltene Vitamin E, die Folsäure sowie die vielen genannten Aminosäuren machen die Baumnuss zu einem beliebten Hirnfutter. Das enthaltene Vitamin B6 hilft gegen Müdigkeit, Nervosität und Konzentration. Die Baumnuss kann die Entzündung von Blutgefässen reduzieren, was wiederum das Risiko für Gefässverengung senkt. Auch regt sie die Fettverbrennung an und hilft beim Fettabbau.

Pekannüsse

Die Pekannüsse sind mit den Baumnüssen verwandt und genauso wertvoll wie diese. Die Paranuss schmeckt jedoch aromatischer und süsser. Die Paranuss enthält 40g einfach ungesättigte, 24g mehrfach ungesättigte und 7g gesättigte pro 100g.

Paranüsse

Diese Nuss hat viele essentielle Spurenelemente, welche wichtig sind bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse und für die Stärkung der Abwehrkräfte. Für die Nerven ist das Vitamin B1 sehr wichtig. Das enthaltene Kalzium, Phospor und Magnesium gibt den Zähnen und Knochen Kraft. Leider werden Paranüsse schnell ranzig, deshalb wird empfohlen nur kleine Mengen einzukaufen und diesen schnell zu konsumieren. Die Paranüsse haben schwer knackbare Schalen. Wir kaufen sie in den Läden bereits geschält.

Pinienkerne

Drei Jahre lang wachsen diese Kerne in den Zapfen der Pinie bis sie reif für die Ernte sind. Sie sind reich an einfachen und mehrfachen ungesättigte Fettsäuren, B-Vitamine, Vitamine A, D, E sowie Folsäure und weitere Vitalstoffe, die gut fürs Gedächtnis und den Stoffwechsel, Blutbildung, Nerven- und Immunsystem sind. Die Kerne sind gut für rezente oder süsse Gerichte zu verwenden, da sie ein mildes Aroma haben. Durch das Rösten kommt ihr mandelähnlicher Geschmack noch mehr zur Geltung.

Pistazien

Nebst den Mandeln sind auch Pistazien ideal beim Fasten und Entschlacken, da das viele Kalium den Säure-Basen-Haushalt normalisiert. Der hohe Folsäuregehalt macht sie vor allem für Schwangere und Stillende interessant. Auch das Lezithin und Vitamin E sind enthalten und wirken unterstützend für schöne Haut. Pistazien enthalten 23.8g einfach und 13.7 mehrfach ungesättigte sowie 5.6g gesättigte Fettsäuren pro 100g.

Cashewkerne oder – nüsse (Kernels)

Die Cashewkerne kommen aus Brasilien, Asien und Afrika. Cashews sättigen von allen Nüssen am meisten, da sie einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten haben. Ausserdem sind sie mit dem höchsten Gehalt an Magnesium (Anti-Stress-Mineral) ausgestattet. Die enthaltenen Vitamine A, B, D und E sind gut für Gehirn, Herz und Nerven. Die Blutbildung wird durch das Eisen in der Nuss gefördert. Cashewnüsse haben einen angenehmen, milden leicht nussigen und süssen Geschmack und passen deshalb sehr gut in asiatische Currygerichte. Cashewkerne enthalten 23.8g einfach und 7.8g mehrfach ungesättigte/gesättigte Fettsäuren pro 100g. Cashewkerne sind sehr beliebt in der veganen Küche, da man die Nuss als Alternative zu Milchprodukte gut püriert als crèmige Sauce verwenden kann.

Erdnüsse

Diese Nüsse sind eigentlich keine Nüsse sondern gehören in die Familie der Hülsenfrüchte. Die Erdnüsse werden auch spanische Nüssli genannt, da im 18. Jahrhundert die Spanier diese aus Südamerika mitgebracht haben. Sie haben den höchsten Eiweiss- sowie Magnesiumgehalt von den Nüssen und enthalten viel herzfreundliche Linolsäure, die auch der Austrocknung der Haut entgegenwirkt. Zellschutz bekommt der Körper durch das Vitamin E und guten Schlaf durch die Aminosäure Tryptophan, welche auch beruhigend wirkt. Phytosterine beschleunigen die Blutgerinnung und wirken blutfettsenkend. Das Öl wirkt zudem cholesterinsenkend. Gichtpatienten sollten jedoch auf Erdnüsse verzichten, da sie einen hohen Puringehalt haben. Das Öl der Erdnuss ist hoch erhitzbar und wird gerne zum Kochen oder auch für Salate verwendet. Insbesondere in der asiatischen Küche ist die Verwendung sehr zentral. Erdnüsse enthalten 21.8g einfach ungesättigte, 13.4g mehrfach ungesättigte und 11.6g gesättigte Fettsäuren pro 100g. Für Kinder unter 4 Jahren sind Erdnüsse tabu, da diese leicht in die Atemwege gelangen können und dadurch Erstickungsgefahr herrscht. Spannend ist der hohe Tryptophangehalt woraus im Körper Serotonin gebildet wird, was wiederum unsere Stimmung aufhellen lässt. Werden Erdnüsse deswegen stets an Parties aufgetischt? 🙂

Haselnüsse

Die Haselnuss ist eine heimische Nuss. Sie liefert alle lebenswichtigen Aminosäuren. Die enthaltenen Ballaststoffe in der Haselnuss unterstützen die Tätigkeit des Darms und gleichen den Insulinspiegel aus. Durch die Gerbstoffe werden die Haut- und Darmfunktion angeregt. Falls du an Sodbrennen leidest, kaue 2 Haselnüsse breiig. Das in der Haselnuss enthaltene Lezithin ist gut fürs Gehirn. Die Schale der Nuss ist sehr wertvoll, womit ein Aufguss gemacht werden kann, welcher harntreibend wirkt. Die Haselnuss enthält 46.6g einfach ungesättigte, 6.5g mehrfach ungesättigte und 4.2g gesättigte Fettsäuren pro 100g. Röste die Haselnuss und das Aroma entfaltet sich noch stärker. Haselnüsse werden besonders als Nougat in Pralinés verwendet.

Macadamia

Diese Nuss stammt aus Australien und hat mit Abstand, neben der Erdnuss, den grössten Anteil an Eiweiss im Vergleich zu den anderen Nüssen. Sie weisen einen hohen Zuckeranteil auf, schmecken deshalb ziemlich süss. Macadamianuss enrhält mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche gut für Herz und Gefässe sind sowie für den Cholesterinspiegel. Auch Vitamin B, Eisen, Kalzium und Phospor sind in der Nuss enthalten. Macadamianüsse werden immer häufiger in der Küche verwendet und wird als Ersatz für Mandelallergien gepriesen.

Marroni (Edelkastanie)

Da Marroni viele sättigende Kohlenhydrate und Nahrungsfasern (Ballaststoffe) enthält, bewirken sie eine lange Sättigungsdauer. Geringer Gehalt an Fett und Kalorien ist ein zusätzlich positiver Nebeneffekt. Fettsäuren, wie Omega-3 und Omega-6, sind auch enthalten und wirken sich positiv auf die Regulation der Blutfettwerte und das Cholesterin aus sowie die Entzündungsneigung wird herabgesetzt. Sie werden auch als Brainfood bezeichnet, da sie einen hohen Gehalt des Vitamin-B-Komplex haben. Durch den Verzehr gelangen wichtige Antioxidantien wie Vitamin C, E, Beta-Carotin, Mineralstoffe und Spurenelemente in unseren Körper. Marroni können nicht roh gegessen werden. Sie werden im Backofen gebraten und sind besonders im Winter eine beliebte Beilage oder Snack für zwischendurch.

Mandeln

Die Mandel wird seit ungefähr 4000 Jahren kultiviert, ursprünglich in Vorder- und Zentralasien. Heutzutage wird sie vor allem in Kalifornien, Pakistan, Iran und ums Mittelmeer angepflanzt. Mandeln werden häufig fälschlicherweise zu den Nüssen gezählt, gehören jedoch zu den Steinfrüchten. Der Mandelbaum ist gehört zur Familie der Rosengewächsen und hat seine Erntezeit im August bis Anfang Oktober.

Mandeln weisen einen hohen Eiweissgehalt und viele gesunde Fette auf und stärken uns damit das ganze Jahr hindurch. So enthalten 100g Mandeln 35.6g einfach gesättigte, 12.1g mehrfach ungesättigte und 4g gesättigte Fettsäuren auf. Der Gehalt von Folsäure, Kalium, Kalzium und Magnesium ist höher als bei Nüssen. Von den vielen Nährstoffen können insbesondere schwangere und stillende Frauen profitieren. Mandeln wirken zudem basisch und sind deswegen hilfreich bei saurem Aufstossen. Dazu einfach einige Mandeln gut kauen und herunterschlucken, um der Säurebildung entgegen zu wirken. Zusätzlich sind sie verdauungsunterstützend und können Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich bessern. Auch bei hohen Blutfettwerten können durch Mandeln Entzündungszeichen des Herzens gesenkt werden sowie weisen sie eine cholesterinsenkende Wirkung auf. Zur besseren Verdaubarkeit können Mandeln vor dem Verzehr für 5 bis 12 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Immer mehr wird die Mandelmilch als Milchersatz angespriesen. Durch das Mandelgetränk kriegen die Speisen einen angenehm milden Mandelgeschmack und lässt Abwechslung in den Alltag bringen. Das Öl der Mandeln wird gerne in der Hautpflege genutzt. Ohne Parfümzusatz hat auch dieses Mandelprodukt den leicht süsslichen Mandelgeruch und pflegt durch das wertvolle Öl die Haut auf milde Weise.

Die Mandeln sollten nicht mit den Bittermandeln verwechselt werden, welche wegen der Blausäure zum Essen ungeeignet sind! Diese werden von der Blausäure befreit und kommen beispielsweise im Amaretto oder in geringen Mengen im Marzipan zum Einsatz.